Trauma und Körper -

Ein Workshop zu körperorientierten Interventionsmöglichkeiten

 


Wie wirkt Trauma auf körperlicher Ebene? Wie arbeite ich mit Menschen, die sich selbst gar nicht spüren können oder wollen? Welche Grenzen sollte ich dabei unbedingt beachten? Darf ich Körperkontakt anbieten? Was hilft hohe Anspannung oder körperliche Erstarrung abzubauen?

Bei Gefahr und Gewalterfahrung ist es unser Körper, der als erstes Alarm schlägt und die sogenannte Notfallreaktion auslöst. Unser Körper mobilisiert Kräfte und handelt, das analytische Denken ist blockiert. Gleichzeitig wirkt Trauma in der Folge auf vielfältige Weise auf den Körper zum Beispiel in Bezug auf Selbstwahrnehmung, den Umgang mit Stress und die Fähigkeit zur Entspannung. Der eigenen Körper fühlt sich auf einmal fremd an, steht ständig unter Hochspannung oder kann gar nicht mehr gespürt werden. In diesem Seminar zeigen wir Ihnen Methoden mit denen Sie traumatisierte Menschen dabei unterstützen können, sich dem eigenen Körper behutsam wieder anzunähern und die eigene Regulationsfähigkeit zu stärken.


In diesem Seminar

  • sprechen wir über neurobiologische Grundlagen von Körperreaktionen, -empfindungen und Trauma
  • beschäftigen wir uns mit Über- und Unterspannung als Traumafolge
  • füllen wir einen Methodenkoffer mit Übungen die im Alltag niedrigschwellig durchzuführen sind
    • Stärkung der Körperwahrnehmung
    • Übungen zum Spannungsabbau
    • Übungen zur Mobilisation
    • Krisenintervention
  • praktizieren wir Achtsamkeit für uns selbst und unseren Körper


Methodisch wird es einen Mix aus Vortrag, Gespräch, Übungen, Rollenspiel geben. Sie sind herz-lichst eingeladen Fallbeispiele einzubringen.

Referentin: Julia Schindewolf , Sozialarbeiterin, Traumapädagogin/Traumafachberaterin (DeGPT), Heilpraktikerin für Psychotherapie, BoxCoach für therapeutisches Boxen. Ich habe in diversen Set-tings mit Jugendlichen und Erwachsenen mit Traumafolgestörungen gearbeitet. Die Psychotraumatologie fasziniert mich bereits seit meiner Studienzeit und es ist mir ein großes Anliegen traumasensibles Arbeiten zu fördern und zu unterstützen.

 


 

Wann?
Freitag, 23.10.2026 - 10:00 bis 17:00

Wo?
Stadtteilzentrum Wesertor
Weserstrasse 26 | 34125 Kassel

Kosten?
einkommensabhängig zwischen 100€ und 200€
(Details in den Teilnahme- und Zahlungsbedingungen)